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Ausstellung „140 Jahre AOK“ erzählt Geschichte der Krankenversicherung in Deutschland

Titelbild der Graphic Novel „140 Jahre AOK – Eine Geschichte der Menschen“. Titelbild der Graphic Novel „140 Jahre AOK – Eine Geschichte der Menschen“. Bild: Nino Bulling

Demokratie und Solidarität als Grundlagen für
soziale Sicherheit

1883 schlägt die Geburtsstunde der gesetzlichen Krankenkassen und
insbesondere der AOK. Zu ihrem 140. Geburtstag erzählt die AOK die
Sozialgeschichte bis heute auf eine neue und fesselnde Weise: In Form einer
Ausstellung einer Graphic Novel, also einer wie ein Comic gezeichneten
Erzählung. Anlässlich der Eröffnung erinnern die
Verwaltungsratsvorsitzenden an den 90. Jahrestag des „Gesetzes über den
Neuaufbau des Reichs“ und die daraus folgende Abschaffung der
Selbstverwaltung im Nationalsozialismus. Uwe Schomburg und Susanne
Wiedemeyer betonen die Bedeutung der Demokratie und der im Grundgesetz
verankerten Rechte. Die Ausstellung ist ab 7. Februar im AOK-Kundencenter
in der Lüneburger Str. 4 während der Öffnungszeiten zu besichtigen.
Karl Hopfer ist Fabrikarbeiter. Mit ihm beginnt die Graphic Novel. Als er 1884
an Typhus erkrankt, fehlt ihm das Einkommen, um seine Familie zu ernähren.
Denn: Seine Fabrik hat sich noch keiner Krankenkasse angeschlossen. Karl
Hopfer hat Glück im Unglück: Seine Kollegen sammeln Geld und helfen ihm so
über die schweren Zeiten hinweg.
Zu dieser Zeit existieren zwar erste Krankenversicherungen in Deutschland,
aber nicht für alle. Das soll sich mit der neuen Sozialgesetzgebung ändern.

Das Gesetz über die Krankenversicherung der Arbeiter wird 1883
verabschiedet und tritt im Dezember 1884 endgültig in Kraft.
Von da an erzählen weitere Kapitel der Graphic Novel die Geschichte der
Sozialversicherung bis heute - in kurzen Episoden zum Beispiel aus dem Leben
eines Hausmädchens, eines Reporters, einer NS-Zwangsarbeiterin und von
Geflüchteten.
Die Zeichnungen stammen aus der Feder des Berliner Künstlers Nino Bulling.
Der Blick richtet sich auf historische Wegmarken und zeigt beispielhaft
Menschen, die diesen Weg entscheidend geprägt haben. Die Graphic Novel ist
zuerst als Buch erschienen und ist nun auch in Form einer Wanderausstellung
zu erleben. Ab 7. Februar ist sie bis Ende Februar im AOK-Kundencenter
Magdeburg in der Lüneburger Straße 4 zu besichtigen.
Die gesetzliche Krankenversicherung: hohes Gut des Sozialstaats
Mit der verpflichtenden Einführung der Krankenversicherung 1883 wurden
viele, heute noch geltende Grundsätze initiiert: Ein lückenloser
Versicherungszwang, die Teilung der Beitragslast zwischen Arbeitnehmern und
Arbeitgebern sowie Kranken- oder Sterbegeld und die Selbstverwaltung. „In
der Rückschau wird deutlich, was AOK & Co. in 140 Jahren für die Menschen
geleistet haben. Die gesetzliche Kranken- und Pflegekassen sorgen dafür,
dass unser Gesundheitssystem auf festem Grund steht. Bei allen Höhen und
Tiefen in 140 Jahren ist die Geschichte der selbstverwalteten GKV eine echte
Erfolgsstory“, ist Uwe Schomburg, Vorsitzender des AOK-Verwaltungsrats und
Vertreter der Arbeitgeberseite, überzeugt.
„Auch in Zukunft werden wir vor großen Herausforderungen stehen. Reformen
der Krankenhauslandschaft und der Sozialen Pflegeversicherung sind
überfällig, um das System der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung
zukunftsfest zu gestalten und die Versorgung zu verbessern”, erklärt Susanne
Wiedemeyer, alternierende Vorsitzende des AOK-Verwaltungsrats und
Vertreterin der Arbeitnehmerseite.
Für eine demokratische und solidarische Gesellschaft
Im Jahr 1933 kamen in Deutschland die Nationalsozialisten an die Macht. In
der Folge beschloss der Reichstag am 30. Januar 1934, also vor genau 90
Jahren, das „Gesetz über den Neuaufbau des Reichs“. An die daraus folgende
Gleichschaltung der Krankenkassen und die Abschaffung der
Selbstverwaltung in der NS-Zeit erinnert die Graphic Novel mit dem Kapitel
„Paul Nürnberger – Der Beamte“.

An diesen Jahrestag erinnernd und mit Blick auf die Zukunft unserer
Gesellschaft sagt Uwe Schomburg: „Es ist weiterhin unsere Aufgabe, allen
Versicherten eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung zukommen zu
lassen, unabhängig von Herkunft und Hintergrund. Eine Gleichschaltung wie
1934 darf es niemals wieder geben. In unserem heutigen Gesundheitswesen
leisten Menschen vieler Nationen einen wichtigen Beitrag. In medizinischer und
pflegerischer Versorgung, in Forschung und Lehre. Sie sind fester Bestandteil
unserer Gesellschaft – und sollen es bleiben.“
„Als Körperschaft des öffentlichen Rechts haben wir in der AOK Sachsen-
Anhalt die Werte und Rechte unseres Grundgesetzes zutiefst verinnerlicht.
Dass niemand beispielsweise seiner Abstammung, seiner Heimat und Herkunft
oder seines Glaubens wegen benachteiligt oder gar diskriminiert werden darf,
ist für uns selbstverständlich“, fügt Susanne Wiedemeyer hinzu.

Besichtigung der Ausstellung
Der Besuch der Ausstellung „140 Jahre AOK – Eine Geschichte der Menschheit“
ist kostenlos. Während der Öffnungszeiten des AOK-Kundencenters in der
Lüneburger Straße 4 in Magdeburg steht sie allen Interessierten offen:


Montag 08:00 - 16:00 Uhr
Dienstag 08:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch 08:00 - 13:00 Uhr
Donnerstag 08:00 - 18:00 Uhr
Freitag 08:00 - 13:00 Uhr


Der Zugang ist barrierefrei.

Quelle: AOK Sachsen-Anhalt

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