Anzeige

Stadtentwicklung

  • Eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse zählt zu den größten Risikofaktoren für die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Ein Forschungsteam der Universitätsmedizin Halle konnte mithilfe eines eigens entwickelten Tiermodells nun zentrale molekulare Zusammenhänge dahinter aufklären. Dabei entdeckten sie eine Gruppe von Zellen, bei der entzündliche Prozesse stark hochreguliert sind. Die im Fachjournal „Gut“ veröffentlichten Ergebnisse könnten künftig dabei helfen, Risikopersonen früher zu identifizieren.

    Bauchspeicheldrüsenkrebs ist insgesamt eine seltene Erkrankung. Aufgrund zunächst unscheinbarer Symptome und eines aggressiven Verlaufs zählt sie jedoch zu den tödlichsten Krebsarten. „Eine gute Früherkennung bleibt entscheidend, um Bauchspeicheldrüsenkrebs effektiv behandeln zu können. Deshalb forschen wir intensiv daran, die frühe Krebsentstehung im Detail zu verstehen und bessere Möglichkeiten für Frühdiagnosen zu entwickeln“, erklärt Dr. Helmut Laumen, Leiter des Forschungslabors der Inneren Medizin I und Co-Letztautor der Studie.

    Da die Erkrankung beim Menschen meist spät entdeckt wird, war es bislang kaum möglich, frühe Krankheitsstadien genauer zu analysieren. Um ein möglichst realistisches Modell der frühen Krebsentstehung zu schaffen, kombinierten die Forschenden deshalb zwei genetische Eigenschaften in Mäusen: Ein Gen trägt bestimmte Mutationen, die bei den meisten Patient:innen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs auftreten. Allein führen diese Mutationen jedoch nur selten zu Tumoren. Das zweite Gen löst eine spontane chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse aus, wie sie erblich bedingt auch beim Menschen auftreten kann.

    Entzündungsfördernde Zellpopulation entdeckt

    Die Kombination dieser Gene führte zu einem Umbau des Gewebes, einschließlich einer krankhaften Vermehrung des Bindegewebes (Fibrose), sowie zu einer verstärkten Bildung früher Vorstufen von Bauchspeicheldrüsenkrebs – insgesamt zu einer beschleunigten Tumorentstehung.

    Das Team untersuchte dann im Detail, wie die verschiedenen Zelltypen in der Bauchspeicheldrüse der Mäuse miteinander kommunizieren. Molekulare Signale, die bei entzündlichen und krebsfördernden Prozessen auftreten, verstärken sich hierbei gegenseitig. Beteiligt an diesen Signalnetzwerken waren Zellen, die Verdauungsenzyme oder Bindegewebe bilden, und sogenannte Gangzellen, die den Verdauungssaft in den Dünndarm leiten. Dabei konnten die Forschenden eine spezielle Gruppe von Gangzellen identifizieren, bei der entzündliche Prozesse besonders stark hochreguliert sind. In Anlehnung an ihre fachliche Bezeichnung bezeichnen sie diese Zellen als „iDucts“.

    Die neu entdeckten iDucts scheinen bereits in einem frühen Stadium der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung eine wichtige Rolle zu spielen. Sie könnten als Anhaltspunkt dienen, um neue Marker zur Früherkennung von Risikopersonen zu entwickeln. Anschließend könnte man diese Personen engmaschig beobachten, um im Falle der Entstehung eines Tumors rechtzeitig eingreifen zu können.

    Neues Modell ermöglicht Untersuchung früher Krankheitsstadien

    Das für die Studie entwickelte Mausmodell ermöglicht es nun auch anderen Forschungsteams, potenzielle Marker für die frühe Diagnose der Erkrankung zu untersuchen. „Ergänzend zu bisherigen Modellen bietet das neue Mausmodell ein physiologisch relevantes System, um das Zusammenspiel von Entzündung und Krebsentstehung zu erforschen. Solche Modelle sind dringend nötig, da wir beim Menschen frühe Stadien kaum untersuchen können. Es kann dazu beitragen, verbesserte diagnostische, präventive und therapeutische Strategien zu entwickeln, die gezielt auf die entzündungsbedingte Krebsentstehung abzielen“, fasst Prof. Dr. Jonas Rosendahl, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin I sowie Letztautor der Studie zusammen.

    Die Studie wurde im Rahmen des Graduiertenkollegs 2751 „Entzündliche Einflüsse als Modulatoren der frühen Pankreaskarzinogenese (InCuPanC)” durchgeführt und durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

    Originalpublikation
    Inamdar TV, Krannich F, Hesselbarth N, […], Laumen H, Rosendahl J. Hereditary chronic pancreatitis induced plasticity cooperates with mutant Kras in early pancreatic carcinogenesis. Gut. 2025 Dec 19:gutjnl-2025-335947. doi:10.1136/gutjnl-2025-335947.

     

    Quelle: Universitätsmedizin Halle

    Universitätsklinikum Halle (Saale)

    Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

  • Rund 28,5 Millionen Euro lässt die GWG Halle-Neustadt im Jahr 2026 als größter Vermieter in Halle-Neustadt in Baumaßnahmen fließen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Modernisierung des Bestandes. Projekte, deren Umsetzung bereits im vergangenen Jahr begonnen wurde, werden weitergeführt. Im Fokus des GWG-Engagements stehen außerdem wieder die vielfältigen Beratungsleistungen und die Quartiersarbeit mit den umfangreichen Spenden- und Sponsoringaktivitäten.

     „Bei unseren geplanten Maßnahmen in Halle-Neustadt steht unsere Aufgabe als kommunales Wohnungsunternehmen im Mittelpunkt: Mieterinnen und Mietern ausreichend bezahlbaren und zeitgemäßen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Mit dem Erhalt und der Weiterentwicklung der Bestandsstruktur und über Sponsoring und Spenden für Vereine und Projekte im Stadtteil kommen wir unserem Auftrag als kommunales Wohnungsunternehmen nach“, sagt GWG-Geschäftsführerin Jana Kozyk mit Blick auf das Jahr 2026. „Gleichzeitig freue ich mich, dass sich unser Wohnquartier am Böllberger Weg weiterentwickelt und wächst“.

     

    Ausgewählte Sanierungsprojekte in Halle-Neustadt im Jahr 2026

    Traberstraße 2, 4-22

    Das Wohnhaus in der Traberstraße wird durch die GWG zu einem Leuchtturmprojekt für familiengerechtes Wohnen im Quartier „An der Rennbahn“ entwickelt. Damit reagiert das kommunale Wohnungsunternehmen direkt auf die Erweiterung der Schul- und KiTa-Landschaft im unmittelbaren Umfeld. Hier werden die Sanierungsarbeiten aus dem letzten Jahr fortgesetzt. Im ersten Bauabschnitt wurden 2025 bereits einige Wohnungen zusammengelegt (aus zwei klassischen 3-Raum-Wohnungen werden geräumige 5-Raum-Wohnungen), die Treppenhäuser wurden instandgesetzt und die Elektrik modernisiert. Umfangreicher werden die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt, hier entstehen u.a. 4- bis 6-Raum-Wohnungen mit modernen Grundrissen. Jede Wohnung ist über einen Aufzug erreichbar, große Balkone laden zum Wohlfühlen ein. Im Keller entstehen Fahrradräume und Waschmaschinenräume. Geplant ist der Baubeginn für den zweiten Bauabschnitt im Februar.  

    Hettstedter Straße 78, 76-66: Das vorhandene Einrohrheizsystem wird zu einem modernen Zweirohrheizsystem umgebaut. Das neue System arbeitet energieeffizienter, bietet einen besseren Heizkomfort und ist bestens für die zukünftige Wärmeversorgung ausgelegt.

    Carl-Zeiss-Str. 8-10: Mit der Erneuerung der Aufzüge nun auch in den Hauseingängen 8 und 9 verfügt das gesamte Gebäude über neue und moderne Aufzugsanlagen.   

    Hier werden Dächer instandgesetzt:Hibiskusweg 1-14, Paul-Thiersch-Straße 12a, 12-22 

    Hier werden Treppenhäuser instandgesetzt und sowie der Glasfaserausbau vorangetrieben: Adolph-Menzel-Str. 1-9; Walter-Gropius-Weg 2-9; Ernst-Barlach-Ring 1, 3-19 

    In den Hochhäusern Unstrutstraße 11,13 und 19,21 wird die Haus- und Flurbeleuchtung auf LED umgerüstet

    Hier werden Trinkwasserleitungen instandgesetzt:  Wolfgang-Borchert-Str. 68, 66-46

    Hier werden Abwasserleitungen instandgesetzt: Maiglöckchenweg 10a, 10-14

     Wohnquartier „Am Mühlwerder“: Eröffnung Kaffeegarten und Beginn Umbau Speicher

    Die neuen Mieter in den zwei fertig gestellten Mehrfamilienhäusern Zum Inselblick 1 und 3 sind bereits eingezogen. Ab Sommer 2026 erwartet außerdem eine neues Kleinod Hallenser und Gäste aus nah und fern: Ein Restaurant, Säle für Familienfeiern, Ferienappartements und ein Biergarten im Kaffeegarten „Am Mühlwerder“.

    Im ersten Quartal wird begonnen, den sogenannten Speicher der ehemaligen Böllberger Mühle um- und auszubauen. Zum Böllberger Ufer 3 entstehen 35 weitere Wohnungen. Geplant sind 2- bis 4-Raumwohungen zwischen 48 und 100 Quadratmetern. Jede Wohnung erhält einen Tiefgaragenstellplatz. Die Wohnungen verfügen über Loggien, modernen Vinyl- oder Parkettboden, Aufzug, Abstellraum zu jeder Wohnung sowie Fahrradabstellräume, Glasfaseranschluss und Anschlüsse für Elektromobilität. Die GWG investiert in den Bau und die Außenanlagen ca. 11 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist im 3. Quartal 2027 geplant.Der neue Wohngucker „Am Mühlwerder“ ist mittlerweile Anlaufpunkt für Mietende wie auch Mietinteressenten und ist mit regelmäßigen Veranstaltungen auch sozialer Treffpunkt im Quartier.

    Die GWG investiert ausschließlich in Halle (Saale) und vergibt ihre Aufträge dabei überwiegend an Unternehmen in der Region. Darunter ist auch das Tochterunternehmen, die Bau- und Haustechnik GmbH.  

    Sozial engagiert in Halles größtem Stadtteil

    Die intensive Quartiersarbeit ist auch im Jahr 2026 ein grundlegender Baustein der GWG-Maßnahmen für Halle-Neustadt. Die Sozialberatung, die Migrationsberatung und die Wohngeldberatung sind ein festes Serviceangebot für Mieterinnen und Mieter sowie solche, die Mieter bei der GWG werden möchten. Unsere Seniorenberatung ist zusätzlich für alle Fragen rund um das Wohnen im Alter da. Im neu eingerichteten und ausgebauten Sch(l)au-Stübchen gibt es für jede Altersgruppe Angebote für Beratung und Freizeit: Vom Töpferkurs über Sprachnachhilfe für Kinder und Jugendliche bis hin zur Beratung durch eine Hebamme. „Wir sind für unsere Mieter erreichbar- egal ob persönlich, per Telefon oder Mail. Auch in unserem Wohngucker im Neustadt Centrum und auf unseren Festen für Mieter und Interessenten sind wir Ansprechpartner für Anliegen“, sagt Jana Kozyk.

    Bei ihren Spenden- und Sponsoringleistungen legt die GWG den Fokus vor allem auf Initiativen und Vereine, die wichtige Quartiersarbeit leisten. Daher können im kommenden Jahr unter anderem das Quartiermanagement der AWO SPI, die Freiwilligenagentur, der CVJM mit seinen Einrichtungen “Schnitten” und dem Familiencafé “eXxtra”, die Kulturwerkstatt Grüne Villa, die Gemeinschaftsschule Heinrich Heine sowie die Passage 13 auf die Unterstützung durch die GWG zählen. Einen weiteren Schwerpunkt der Förderung bildet der Sport. Zum Beispiel der FC Halle-Neustadt, der Congrav e.V., aber auch die Profi- und Nachwuchsmannschaften des SV Union Halle-Neustadt, des Halleschen FC und der Saale Bulls stehen auf der Unterstützungsliste.

     

    Quelle: GWG Gesellschaft für Wohn- und Gewerbeimmobilien Halle-Neustadt mbH

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.