Anzeige

Sepsis

  • Eine Sepsis ist eine lebensgefährliche Reaktion des Körpers auf eine Infektion und immer ein Notfall. Entscheidend ist, Warnzeichen frühzeitig zu erkennen und schnell zu handeln. Das medizinische Personal der Universitätsmedizin Halle ist dafür ausgebildet und wird regelmäßig geschult, aber auch Patient:innen und Angehörige sollten im Ernstfall richtig reagieren können. Zum Welttag der Patient:innensicherheit am 17. September 2026 rückt die Universitätsmedizin Halle deshalb die Sepsis in den Fokus und informiert über Symptome und Prävention.

    Bei einer Sepsis, im Volksmund fälschlicherweise oft als „Blutvergiftung“ bezeichnet, kann das Immunsystem eine Infektion nicht mehr kontrolliert bekämpfen. Diese übermäßige Abwehrreaktion des Körpers richtet sich auch gegen gesunde Organe, was zum septischen Schock oder zum Multiorganversagen führen kann. Mögliche Warnzeichen sind ein plötzlich auftretendes sehr schweres Krankheitsgefühl, hohes Fieber oder Schüttelfrost, eine schnelle Atmung oder Atemnot, Herzrasen, Verwirrtheit oder starke Benommenheit sowie kalte oder fleckige Haut. Wer diese Symptome feststellt, sollte umgehend den Notruf wählen oder sich schnellstmöglich in eine Notaufnahme begeben.

    „Eine Sepsis kann sich innerhalb weniger Stunden dramatisch verschlimmern. Wenn lebenswichtige Organe wie Herz, Lunge oder Nieren Schaden nehmen, besteht akute Lebensgefahr. In einer solchen Situation kommt es auf ein schnelles und entschlossenes Handeln an, denn jede Stunde Verzögerung erhöht das Risiko schwerer Komplikationen“, sagt Prof. Dr. Michael Bucher, Direktor der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, der gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe von Expert:innen aus verschiedenen Fachbereichen aus ganz Deutschland an der Aktualisierung der S3-Leitlinie „Sepsis – Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge“ beteiligt war.

    Die Erkrankung ist nicht auf bestimmte klinische Fachbereiche beschränkt und unabhängig von Alter oder Vorerkrankungen der Patient:innen. Deshalb ist es entscheidend, dass alle Mitarbeitenden eines Krankenhauses optimal auf derartige Notfälle vorbereitet sind. Am Universitätsklinikum Halle (Saale) finden deswegen regelmäßig Schulungen für das ärztliche und pflegerische Personal statt, in denen die Prävention beziehungsweise die Erkennung, Risikoeinschätzung und Therapie von Sepsis im Fokus stehen. Damit erfüllt das Klinikum neben dem eigenen Qualitätsanspruch auch die Anforderungen des gesetzlich verpflichtenden Qualitätssicherungsverfahren „Diagnostik und Therapie der Sepsis“ (QS Sepsis) nach der DeQS-Richtlinie, das seit dem 1. Januar 2026 in Kraft ist.

    „Mit der Einführung dieser beiden Pflichtschulungen setzt das Universitätsklinikum Halle (Saale) die gesetzlichen Anforderungen des QS-Verfahrens konsequent um und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung der Versorgung und Sicherheit unserer Patient:innen“, sagt Katharina Wullenk, Leiterin der Stabsstelle Zentrales Qualitäts- und Risikomanagement der Universitätsmedizin Halle. „Durch die Kombination aus Prävention, frühzeitiger Erkennung und standardisierter Wissensvermittlung werden Mitarbeitende gezielt dabei unterstützt, Sepsisrisiken zu minimieren und im Ernstfall schnell und sicher zu handeln.“

    Um auch Patient:innen selbst, Angehörige und die Öffentlichkeit für die Erkrankung zu sensibilisieren, widmet das Universitätsklinikum Halle (Saale) dem Thema den diesjährigen Welttag der Patient:innensicherheit am 17. September 2026. Unter dem Motto „Sepsis kann jede:n treffen“ können sich Interessierte von 10:00 bis 13:00 Uhr an einem Stand am Haupteingang über Sepsis informieren, Fragen stellen und mehr über die Arbeit der Patient:innenfürsprechenden erfahren, die in der Zeit vor Ort sind. Außerdem werden wie in jedem Jahr Fahnen in der Aktionsfarbe Orange gehisst.

     

    Quelle: Universitätsmedizin Halle

    Universitätsklinikum Halle (Saale)

    Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.