Anzeige

IHK Halle Dessau

  • Halle (Saale), 27. Mai 2026. Den nächsten regionalen „Start-Tag“ bietet die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) am Donnerstag, den 2. Juni 2026, in der Zeit von 10.00 bis 18.00 Uhr sowohl im ServiceCenter der IHK Halle-Dessau, Franckestraße 5 in 06110 Halle (Saale), als auch virtuell an.

    An diesem Tag können Gründer die IHK-Experten rund um das Thema „Start des eigenen Unternehmens“ ansprechen und sich bei einer individuellen Erstberatung umfassend zu allen Aspekten der Unternehmensgründung sowie zu Schwerpunkten bei der Erstellung eines Geschäftsplans informieren. Sie zeigen außerdem mögliche Förderprogramme auf. Auch Unternehmensnachfolger können diese Beratungsmöglichkeit nutzen.

    Anmeldungen sind telefonisch unter 0345 2126-0 oder online unter www.ihk.de/halle/veranstaltungen möglich. Dort sind auch alle weiteren Termine veröffentlicht.

     

    Die IHK Halle-Dessau ist die gemeinsame Stimme von 52.000 Unternehmen im südlichen Sachsen-Anhalt. Ihre Mitglieder sichern 400.000 Arbeitsplätze und tragen mit jährlich 30 Milliarden Euro maßgeblich zur regionalen Wertschöpfung bei. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts vereint die IHK Gesamtinteressenvertretung, Dienstleistungen und hoheitliche Aufgaben.

     

    Quelle: Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau

  • IHK besorgt über angekündigte Stilllegung bei DOW – Bundesregierung muss sofort handeln

    Die angekündigte Stilllegung zentraler Anlagen des DOW-Konzerns an den Standorten Böhlen und Schkopau, insbesondere des Crackers in Böhlen, erfüllt die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) mit großer Besorgnis. „Dieser Cracker ist ein Kernstück des Stoffverbundes im mitteldeutschen Chemiedreieck. Seine Stilllegung bedroht unmittelbar zahlreiche weitere Anlagen und Unternehmen sowie Arbeitsplätze in der gesamten Region“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Brockmeier. 

    Die chemische Industrie an den Standorten Leuna und Schkopau, die für ein Drittel des Industrieumsatzes im Süden Sachsen-Anhalts stünde, sei als eng integrierter Stoffverbund organisiert, in dem die Erzeugnisse eines Produzenten häufig direkt am Standort dem nächsten Produzenten als Ausgangsstoffe dienten. Der Cracker in Böhlen sei dabei ein ganz zentraler Ausgangspunkt am Anfang vieler Produktionsketten im mitteldeutschen Chemiedreieck. „Insofern sind schon die direkten Folgen der Abschaltung ein gewaltiger Schlag ins Kontor, aber die indirekten Folgen für die nachfolgenden Prozessketten sind unabsehbar.

    “Diese Entwicklung sei zugleich ein deutliches Alarmsignal und eine Konsequenz aus der über zwei Jahrzehnten verfehlten deutschen Energie- und Klimapolitik, die sich zuletzt unter der Ampelregierung noch zugespitzt habe. „Die fehlende Planungssicherheit und die anhaltend hohen Energiekosten haben die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie massiv geschwächt. Statt einer echten Transformation droht nun eine schleichende Abwanderung der Produktion ins Ausland“, so Brockmeier weiter. „Die Industrie hier vor Ort und wir als IHK haben vor genau dieser Entwicklung immer wieder gewarnt – nur zuhören wollte auf Seiten der bundespolitisch Verantwortlichen niemand“, konstatiert Brockmeier.

     

    Die neue Bundesregierung sei nun dringend gefordert, sofort gegenzusteuern und rasche Entlastungen bei den Energiekosten sicherzustellen. „Deutschland benötigt wettbewerbsfähige, starke Unternehmen, um die Transformation erfolgreich zu meistern. Denn klimapolitisch ist nichts gewonnen, wenn die Produktion lediglich ins Ausland verlagert wird und Emissionen andernorts unverändert oder sogar höher anfallen“, erklärt Brockmeier. Denn die Nachfrage nach Kunststoffen bestünde ja weiterhin – etwa für Windräder, die aus faserverstärkten Kunststoffen bestünden und auch für das Gelingen der Energiewende wichtig seien. Nur drohe diese Nachfrage nun von Produktionsstandorten im Ausland bedient zu werden. 

    Die IHK fordert daher umgehende bundespolitische Maßnahmen zur nachhaltigen Senkung der Energiekosten, um den Standort und die Zukunft der mitteldeutschen Chemieindustrie zu sichern. „Das muss die industriepolitische Priorität der Bundesregierung in den nächsten Wochen sein – weiteren Verzug kann sich der Industriestandort Deutschland nicht leisten“ mahnt Brockmeier abschließend.

     

    Quelle: Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.