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25 Jahre ehrenamtliche Reservistenarbeit - 25 Jahre gelebte Kameradschaft

25 Jahre ehrenamtliche Reservistenarbeit - 25 Jahre gelebte Kameradschaft (c) KB

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25 Jahre, das sind ein Vierteljahrhundert oder eine „Silberhochzeit“.

Am 29.04.2017 hatte die Landesgruppe des Reservistenverbandes in Sachsen-Anhalt, allen Grund zu feiern! Denn fast auf den Tag genau wurde vor 25 Jahren diese Landesgruppe gegründet.

Sie ist Bestandteil des Verbandes der Reservisten der deutschen Bundeswehr e.V. Dieser Dachverband hat es sich zur Aufgabe gemacht, gediente Soldaten nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Truppendienst zu betreuen. Dabei sind Dienstgrad und Waffengattung vollkommen egal.

Der Verband umfasst derzeit insgesamt ca. 115.000 Mitglieder und ist auf kleinster Ebene in Form einer Reservistenkameradschaft, kurz RK genannt, ca. 2.400 Mal vor Ort vertreten.

Im Rahmen der Arbeit eines eingetragenen Vereins, ist die Zugehörigkeit freiwillig und wird bis hinunter zu den einzelnen Reservistenkameradschaften familiär gepflegt.

 

Gerade weil diese freiwillige Reservistenarbeit auch das familiäre Leben der engagierten Mitglieder sehr beeinflusst, wurden zu einem solch besonderem Jubiläum auch gerade die Familienangehörigen in die Clausewitz Kaserne zu Burg, bei Magdeburg, mit eingeladen. Einfach um auch bei ihnen dafür „Danke“ zu sagen, dass sie ihren Angehörigen den Rücken frei halte, wenn sie sich im Reservistenverband einbringen. Das zusätzlich, zu Beruf und Familie.

Dies unterstrich auch Landesvorsitzender Hans Thiele in seiner Rede, denn kaum ein anderer kann nachvollziehen wie es ist, wenn man Freizeit für gelungene Verbandsarbeit opfern muss!

 

Die Landesgruppe selbst, wurde am 07.05.1992 gegründet. Selbstverständlich gab es bereits vor diesem  Termin schon erste Aktivitäten und Reservistenkameradschaften.

Die ersten RK`n die sich in Sachsen-Anhalt gründeten,  waren am 21.06.1990 die RK Klötze, mit Unterstützung der Landesgruppe Niedersachsen, und im September des gleichen Jahres, die heutige RK Carl von Clausewitz.

Viel ist in der Zwischenzeit geschehen!

 

Die Uniform wandelte sich vom Olivgrün zum Tarnfleck und auch die sicherheitspolitische Lage, umgangssprachlich auch „Feindbild“ genannt, änderte sich! Ebenso war das Aussetzen der Wehrpflicht im Jahre 2011 ein einschneidendes Ereignis.

 

Nach der kurzen Ansprache durch den Landesvorsitzenden, folgten weitere Grußworte.

So durch den Kommandeur des Landeskommando Sachsen-Anhalt, Herrn Oberst Halvor Adrian, der weder die beorderten und schon gar nicht die freiwilligen Reservisten missen möchte. Gerade in Zeiten in denen die eh schon sehr knapp bemessenen Ressourcen  noch weiter eingeschränkt werden, bilden Reservisten eine nach wie vor sehr tragende Rolle. Vor allem mit wachsender und ständig wandelnder Auftragslage.

 

Auch der Innenminister des Landes, Holger Stahlknecht, selbst Reservist und Mitglied im Reservistenverband, betonte mit Blick auf die Unterstützung zum Beispiel bei Katastropheneinsätzen die Wichtigkeit der freiwilligen Reservistenarbeit.

In seinem Grußwort erkannte er auch, dass Freiwilligkeit und das Opfern von Urlaubstagen um im Katastrophenfall unterstützend mitzuwirken, keine Selbstverständlichkeit sind und forderte selbst von der Politik, dass man hier für die Menschen die sich hierfür bereit erklären, mehr getan werden müsse.

Das „Tu was für Dein Land“ sollte nach seinen Worten, keine selbstverständliche Einbahnstraße sein. Ebenso kann man auch zu Recht  auf sein Land und  auf das was man selbst geschaffen hat  stolz sein! Denn auch ein gesundes Selbstbewusstsein zu sich selbst ist eine wichtige Säule der Demokratie!

 

Ein weiteres Grußwort überbrachte im Namen des Präsidiums der Stellvertreter des Präsidenten des Verbandes, Herr Tobias Zech, MdB.

Ebenso ließ es sich Oberst der Reserve Hans-Hinrich Coorssen nicht nehmen, seine Gratulation zum 25 jährigen zu übermitteln. Schließlich war er der erste Landesvorsitzende und somit auch Gründungsvater der Landesgruppe Sachsen-Anhalt.

 

Am Ende der Grußworte gab es auch Anerkennungen und Auszeichnungen! So wurden zwei Kameraden für ihre ausdauernde und engagierte Mitgliedschaft durch den Landesvorsitzenden  geehrt.

 

Eine besondere Überraschung erlebte der Langjährige Schatzmeister der Landesgruppe, Hilbert Ilie! Durch den Innenminister Holger Stahlknecht wurde er mit der Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet. Eine mehr als verdiente Auszeichnung für eine solch verantwortungsvolle und mit Sicherheit nicht ganz einfache Arbeit!

Nach all den Grußworten und Ehrungen ging man zum gemütlichen Teil über.

 

Die Reservisten stehen im Katastrophenfall natürlich nie alleine da. In den meisten Fällen agieren sie zusammen mit den ehrenamtlichen Helfern der unterschiedlichsten freiwillligen Feuerwehren, den Maltesern, dem DRK , dem THW und verschiedenen ortsansässigen Rettungshundestaffeln. Diese Verbundenheit demonstrierten die verschiedenen Vereine auch am Samstag dem anwesenden Publikum.

 

So zum Beispiel demonstrierten die Kameraden der anwesenden freiwilligen Feuerwehr einen Rettungseinsatz, wie er heutzutage leider häufig vorkommt.  Das Bergen eines Verunfallten aus einem PKW. Hie konnte man nach dem Einsatz, der ebenfalls von den Maltesern unterstützt wurde, auch mal selbst anpacken und spürte erst mal, wie schwer ein Spreizer oder eine Schere ist, mit denen Unfallopfer aus ihren Fahrzeugen befreit werden.

 

Ebenso eindrucksvoll präsentierte die Rettungshundestaffel Magdeburg ihr Können und ihren Ausbildungsstand. Hier muss erwähnt werden, dass den Hunden über das Spielen die komplexe Arbeit beigebracht wird. Hat der Hund keinen Spaß, lernt er nichts.

 

Imposant und vor allem sehr informativ, war die Ausstellung zu den Uniformen in unterschiedlichen Epochen und zu verschiedenen Zeiten, sie umfasste  auch historische, ausländische Uniformen.

 

Mit viel Liebe zum Detail hatte ein Verbandsmitglied seine Miniaturfahrzeuge, Flugzeuge, Hubschrauber und Schiffe präsentiert. Alle maßstabsgerecht und originalgetreu.

Hier musste man wirklich feststellen, dass die Mitgliedschaft im Reservistenverband ein sehr breites Spektrum umfasst.

 

Kameradschaft leben bedeutet mehr, als sich eine Uniform anzuziehen und sich in den Wald zu verkriechen. Es bietet für jeden eine Nische, die gerne gesehen, geachtet und respektiert wird.

 

Da war es auch nur folglich, dass einige Kameraden ihre in unermüdlicher Arbeit gepflegten echten Fahrzeuge präsentierten. Da stand ein Trabant Kübel neben einen VW Kübel und einem englischen Landrover. Und auch in Erinnerung an die jüngere Geschichte, stand auch ein echtes DDR Polizeimotorad bereit.

 

Für das leibliche Wohl sorgte im Falle der Jubiläumsfeier das THW.  Eine sehr schmackhafte Gulaschsuppe, selbst zubereitet, wurde den hungrigen Gästen geboten die sehr dankbar angenommen wurde.

 

Nun könnte man berechtigt die Frage stellen, was haben Feuerwehr, Malteser und THW mit der Bundeswehr und dem Reservistenverband zu tun?  Die Frage beantwortet sich ganz schnell von selbst!

 

Es ist die gelebte Kameradschaft, die eben sich nicht nur auf das Militär beschränkt. Denn viele Mitglieder sind, wie auch der Landesvorsitzende schon erwähnte, in anderen Organisationen fest integriert. Und wenn man in den Katastropheneinsatz geht, dann muss man Hand in Hand mit den zivilen Organisationen zusammen arbeiten und diese Zusammenarbeit funktioniert in Sachsen-Anhalt seit Jahren hervorragend.

 

Reservistenarbeit ist sehr vielfältig, davon konnten sich alle Gäste überzeugen.

Dieses breite Spektrum ist auch der Schlüssel zum Erfolg für 25 Jahre im Wandel der Zeit!

 

So blicken alle Kammeraden gerne auf die nächsten 25 Jahre und wer nicht so lange warten möchte, kann sich spätestens zum Sachsen-Anhalt Tag vom 16.06.  18.06. 2017 in der Lutherstadt Eisleben vom Verband und seinen Mitgliedern überzeugen und auch Mitglied werden.

 

Letzte Änderung am Dienstag, 02 Mai 2017 11:21

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