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Fritz-Walter-Medaille: Glänzende Aussichten :: DFB

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Der DFB hat heute in Essen seine größten Talente wieder mit der Fritz-Walter-Medaille ausgezeichnet. Es ist eine Würdigung herausragender Leistungen - und nicht selten auch ein Fingerzeig für die Zukunft. Die Ehrung nahmen der für die Junioren zuständige DFB-Vizepräsident Dr. Hans-Dieter Drewitz, Sportdirektor Hansi Flick und U 17-Trainer Christian Wück vor, wenige Stunden vor dem EM-Qualifikationsstart gegen Schottland im Dortmunder Signal-Iduna-Park.

"Die größten Talente des deutschen Fußballs werden vor den Augen ihrer Familien, ihrer Auswahltrainer und auch Vertretern ihrer Heimatvereine ausgezeichnet", so Drewitz. "Die Fußballfamilie ist beisammen. Die Veranstaltung zeigt sehr deutlich, dass die Erfolge in der Spitzenförderung ohne die hervorragende Arbeit in der Breite nicht möglich wären."

DFB-Sportdirektor Flick sagte: "Ich bin auch in einem kleinen Verein groß geworden. Es ist klasse, was die kleineren Vereine und auch die Leistungszentren der Bundesliga leisten und wie toll dort gearbeitet wird. Wir sind sehr gut aufgestellt. Mit der DFB-Akademie wird man in Zukunft den nächsten Schritt in der Talentförderung gehen." Und Bundestrainer Joachim Löw ergänzte: "Fritz Walter ist eine der größten Persönlichkeiten unserer Fußballgeschichte, und ich wünsche den Preisträgern, dass er für sie auf und neben dem Spielfeld ein Vorbild ist."

U 19-JUNIOREN

Gold: Niklas Stark (19, 1. FC Nürnberg)

Am 31. Juli dieses Jahres hielt Niklas Stark einen großen silbernen Pokal in die Höhe. Der Nürnberger war der Kapitän der deutschen U 19, die in Ungarn Europameister wurde – und als Abwehrchef ein Garant dafür, dass das Team auf dem Weg an die Spitze in vier von fünf Spielen ohne Gegentor blieb. "Einfach nur geil", sagte Stark. "Wir haben ein Jahr darauf hingearbeitet. Der Titel ist der Lohn für harte Arbeit." Arbeit, die der 19-Jährige auch in seinem Verein, dem 1. FC Nürnberg, fortsetzt. In der vergangenen Saison spielte Stark 21-mal in der Bundesliga, konnte den Abstieg jedoch nicht verhindern. In der 2. Bundesliga ist er unter dem neuen Trainer Valérien Ismaël Stammspieler. Seit der U 17 trägt er die Trikots der Junioren-Nationalmannschaften.

Silber: Max Meyer (18, FC Schalke 04)Bronze: Joshua Kimmich (19, RB Leipzig)

JUNIORINNEN

Gold: Sara Däbritz (19, SC Freiburg)

Das Jahr von Sara Däbritz im Zeitraffer: Debüt in der Frauen-Nationalmannschaft, Europameisterin, Fritz-Walter-Medaille in Silber, Leistungsträgerin beim SC Freiburg, Algarve-Cup-Siegerin. Und zum Abschluss: U 20-Weltmeisterin sowie der Bronzene Schuh. "Es ist ein unglaubliches Gefühl. Wir wollten von Anfang an diesen Titel, keiner hätte es gedacht und jetzt sind wir wirklich Weltmeister", sagte Däbritz nach der Krönung ihres fast schon unglaublichen Jahres. Bei der Verleihung der Fritz-Walter-Medaille ist sie mittlerweile Stammgast, denn neben Silber im Vorjahr hatte sie 2012 auch schon die bronzene Medaille verliehen bekommen. Ein Jahr zum Einrahmen. In einer Karriere, die erst noch an ihrem Anfang steht.

Silber: Pauline Bremer (18, 1. FFC Turbine Potsdam)Bronze: Jasmin Sehan (17, VfL Wolfsburg)

U 18-JUNIOREN

Gold: Julian Brandt (18, Bayer 04 Leverkusen)

Im vergangenen Jahr gewann er Silber bei der U 17, in diesem Jahr glänzt die Medaille golden. Julian Brandt wird 2014 vermutlich als das Jahr in Erinnerung behalten, in dem seine Laufbahn als Fußballer so richtig Fahrt aufnahm. Im Winter wechselte er von Wolfsburgs A-Junioren nach Leverkusen. Kurz danach debütierte er als 17-Jähriger in der Bundesliga, drei Tage später auch in der Champions League. Gegen den Hamburger SV erzielte er dann sogar sein erstes Tor in der deutschen Eliteklasse. Und schließlich gewann Brandt, der schon in der U 15 für den DFB im Einsatz war, auch noch mit den U 19-Junioren den EM-Titel. "Die EM war ein super Erlebnis", sagte Brandt bei der Preisverleihung. "Gerade als junger Spieler kann man sehr viel mitnehmen. Auch so früh in einem Champions-League-Achtelfinale zu spielen, war ein Traum. Als ich im Januar nach Leverkusen gewechselt bin, hat niemand - auch meine Familie und ich nicht - daran gedacht, dass alles so schnell geht. Das ist wunderbar."

Silber: Levin Öztunali (18, Bayer 04 Leverkusen)Bronze: Jonas Föhrenbach (18, SC Freiburg)

U 17-JUNIOREN

Gold: Benedikt Gimber (17, TSG 1899 Hoffenheim)

Am 24. Mai 2012 war Benedikt Gimber zum ersten Mal im DFB-Einsatz, damals noch in der U 15. Mittlerweile ist der Innenverteidiger aus dem Badischen eine feste Größe geworden, inzwischen in der U 17. Noch als B-Jugendlicher gewann er mit der Hoffenheimer U 19 die Deutsche Meisterschaft. Dass eine Fritz-Walter-Medaille eine gute Bewerbung für den Profibereich sein kann, zeigt ein Blick in den Hoffenheimer Bundesliga-Kader: Auch Kevin Akpoguma, Eugen Polanski, Sebastian Rudy und Kevin Volland haben die begehrte Auszeichnung bereits erhalten. Das macht doch Mut.

Silber: Damir Bektic (17, Hertha BSC)Bronze: Timo Königsmann (17, Hannover 96)

DER PREIS

Mit der Einführung der Fritz-Walter-Medaille hat der DFB seinem Ehrenspielführer ein kleines Denkmal gesetzt. Der Kapitän der Weltmeister von 1954 gilt als Vorbild, das sich durch sportliche Höchstleistung und charakterliche Eigenschaften bis heute höchste Anerkennung erworben hat. Seit 2004 wird die Medaille an die "Nachwuchsspieler des Jahres" verliehen, seit 2009 in Kooperation mit der Fritz-Walter-Stiftung. Dotiert sind die Medaillen mit jeweils 20.000 Euro (Gold), 15.000 Euro (Silber) und 10.000 Euro (Bronze). Das Geld kommt den Vereinen zugute, die die Spieler ausgebildet haben. In diesem Jahr werden somit wieder mehr als 100.000 Euro an die Heimatvereine überwiesen.

Zu den Preisträgern gehörten in der Vergangenheit unter anderem die heutigen Weltmeister Mario Götze, Toni Kroos, Manuel Neuer, Jerome Boateng, Benedikt Höwedes, Julian Draxler und André Schürrle. Im Vorjahr gewann unter anderem Matthias Ginter die Auszeichnung, der danach zum A-Nationalspieler und Weltmeister aufgestiegen ist. Auch U 19-Europameister Kevin Akpoguma, der in der Bundesliga etablierte Stuttgarter Timo Werner und Europameisterin Melanie Leupolz wurden 2013 mit Gold ausgezeichnet.

[dfb]

Authors: DFB

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