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Medizin

Medizin (258)

Der Wissenschaftsrat (WR) hat vorgestern empfohlen, die vorklinische Medizinerausbildung von Halle nach Magdeburg zu verlagern. Doch Magdeburg hat weder die räumlichen Kapazitäten noch das notwendige Personal, um 200 Studienanfänger zusätzlich auszubilden. Darauf wies der Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt Hartmut Möllring gegenüber der Presse hin. Sein Bekenntnis zum Erhalt von Halle überraschte genauso, wie der enttäuschende Kurswechsel des WR.

Der Wissenschaftsrat hat im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt die Universitätsmedizin Halle begutachtet

In der MZ vom 10. Juli 2013 wird über ein „Konzept zur Weiterentwicklung der Universitätsmedizin Halle 2013 bis 2025“ berichtet. Es handelt es sich dabei um ein vertrauliches Planspiel, das die Vorstände in Abstimmung mit dem Kuratorium der Martin-Luther-Universität sowie weiteren Experten (u. a. der Leopoldina) zur Vorlage im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft erstellt haben. Es handelt sich nicht um beschlossene Strukturmaßnahmen, für die es einen vorgegebenen Gremienweg gibt. Für diese Strukturmaßnahmen müssen die entsprechenden Kooperationen vereinbart, mit dem Ausscheiden des jeweiligen Hochschullehrers synchronisiert und die notwendigen Kompensationen entwickelt werden, um Krankenversorgung und Lehre sicherzustellen.

 

Gräserpollen-Allergie: Jetzt in die Behandlung einsteigen

 

Die gute Nachricht zuerst: Gräserpollen-Allergiker können sofort mit einer spezifischen Immuntherapie (SIT) starten, die als einzige Therapie einen langfristigen Effekt auf die Beschwerden hat! Laut einer aktuellen Umfrage der Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK) vom April 2013 sind rund 43 Prozent aller Allergiker in Halle Heuschnupfenpatienten, bei etwa 80 Prozent von ihnen sind Gräserpollen die Auslöser zahlreicher Beschwerden wie Niesattacken, Fließschnupfen, Husten oder sogar Schlaf- und Konzentrationsstörungen. Rund die Hälfte der Allergiker in Halle fühlt sich aufgrund dessen in seiner Lebensqualität und Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt, 8 Prozent klagten sogar über massive Beeinträchtigungen.

 

Der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, stellte am Montag, 8. Juli 2013, das Regionale Herzinfarktregister Sachsen-Anhalt (RHESA) in der Universitätsmedizin Halle (Saale) öffentlich vor. Dabei hat er auch den neuen Hybrid-OP des Universitätsklinikums Halle (Saale) eröffnet. Damit verfügt das UKH über eine moderne Therapieeinheit, um herzkranken Menschen effektiver helfen zu können. Sowohl das Herzinfarktregister als auch der Hybrid-OP werden durch das Land Sachsen-Anhalt finanziell gefördert. Die Veranstaltung findet im Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude/Hörsaal statt. Erwartet werden etwa 100 Gäste, darunter Vertreter des Landtages, von Lehrkrankenhäusern, Verbänden und Vereinen sowie RHESA-Kooperationspartnern.

 

Offener Brief
Sehr geehrter Herr Haseloff, sehr geehrter Herr Möllring, sehr geehrte Landtagsabgeordnete,liebe Bürgerinnen und Bürger Sachsen-Anhalts,


frustriert mussten wir den Entwurf der Stellungnahme des Wissenschaftsrates zur diesjährigen Bewertung der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aus der Mitteldeutschen Zeitung zur Kenntnis nehmen. In diesem Brief wollen wir die Sichtweise der Studierendenschaft verdeutlichen und unserem Missfallen über die vorgeschlagenen Maßnahmen Ausdruck verleihen.
In erster Linie schockiert uns die Empfehlung, den vorklinischen Abschnitt des Medizinstudiums in Halle nach Magdeburg zu verlagern. Das Opfern der vorklinisch-theoretischen Ausbildung ist kein Impuls für eine Neugestaltung, sondern stellt vielmehr ein Todesurteil für den Standort dar.
Der Wissenschaftsrat behauptet zwar, dass die Anzahl der ausgebildeten Ärzte im Land gleich bliebe, es ist jedoch abzusehen, dass real Medizinstudienplätze vernichtet werden. Schwer vorstellbar ist auch, dass zur Kompensation wegfallender hallensischer Vorklinikumsplätze die bestehenden Kapazitäten in Magdeburg ohne finanziellen Mehraufwand verdoppelt werden können.

Stellungnahme der Universitätsmedizin Halle durch den Fakultätsvorstand zum derzeit veröffentlichten Kenntnisstand der Bewertung durch den Wissenschaftsrat (Halle, 1. Juli 2013)

 

Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Zeit der Gründung der medizinischen Spezialgebiete aus den Fächern Innere Medizin und Chirurgie heraus. Im Jahr 1863 eröffnete Hermann Schwartze in den Räumen der Medizinischen Universitätsklinik in Halle (Saale) eine Poliklinik für Ohrenkranke. Damit legte er den Grundstein für seine nachfolgenden stetigen Bemühungen und bekannten Verdienste um die wissenschaftliche Ohrenheilkunde und insbesondere die Erforschung der pathologischen Anatomie des Gehörorgans und die operative Behandlung von Erkrankungen des Ohres. Insbesondere beschäftige sich Schwartze mit Operationsverfahren zur Behandlung der oft lebendbedrohlichen Komplikationen der akuten Warzenfortsatzentzündung und der chronischen Knocheneiterung.

 

Mit dem Darmzentrum Diako und dem Lungenkrebszentrum Diako existieren am Diakoniekrankenhaus Halle zwei Zentren, welche die Qualität ihrer Arbeit per Zertifizierung nachweisen. Sowohl das Institut OnkoZert als auch der TÜV prüfen die Abläufe und Standards der  Zentren mit regelmäßigen Überwachungsaudits. In der vergangenen Woche erfolgte dies für beide Zentren im Diakoniekrankenhaus . 

 

 

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