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Chemiebranche setzt auf besseres Ausbildungsmarketing

Chemiebranche setzt auf besseres Ausbildungsmarketing HP KB

Die Chemieunternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) setzen bei der Gewinnung von Nachwuchskräften auf ein verbessertes Ausbildungsmarketing. Dies zeigen die Ergebnisse der IHK-Sonderumfrage zur Ausbildungssituation, im Rahmen des Projekts „Fit für die Industrie“ gemeinsam mit der Qualifizierungsförderungswerk Chemie GmbH (QFC), die 90 Firmen der Chemieindustrie im Süden Sachsen-Anhalts beantwortet haben. Das Projekt wird durch die IHK unterstützt und aus Landesmitteln und durch den europäischen Sozialfonds gefördert.

Entscheidendes Ausbildungsmotiv sei laut der Erhebung die Fachkräftesicherung. Dafür prüfen die Chemieunternehmen vorrangig die Altersstruktur der Belegschaft oder stimmen sich mit den Produktions- und Geschäftsbereichen ab. Allerdings konnte knapp ein Drittel der Betriebe 2012 nicht alle Ausbildungsplätze besetzen. Bei 67 Prozent der Betroffenen lagen keine geeigneten Bewerbungen vor und bei 40 Prozent wurde der Ausbildungsplatz von den Jugendlichen nicht angetreten.

„Um den rückläufigen Bewerberzahlen entgegenzuwirken, investieren die Unternehmen der Chemiebranche besonders in ein verbessertes Ausbildungsmarketing und in die Imagepflege ihres Unternehmens“. läutert Dr. Simone Danek, IHK-Geschäftsführerin für Aus- und Weiterbildung. Hierzu gehörten auch Unterstützungsleistungen während der Ausbildungszeit, wie etwa Maßnahmen der Gesunderhaltung sowie Hilfsangebote bei der Wohnungssuche und der Vereinsarbeit der Jugendlichen. QFC-Projektleiter Bodo Bastian verweist darauf, dass die Chemische Industrie in den vergangenen Jahren auch Unterstützungsmöglichkeiten für marktbenachteiligte Jugendliche angeboten habe. Damit würden vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und eines drohenden Fachkräftemangels neue Zielgruppen erschlossen. „So können Jugendliche mit berufsvorbereitenden Praktika optimal auf eine duale Ausbildung vorbereitet werden. Gute Erfahrungen machen wir auch mit den einwöchigen freiwilligen Vertiefungspraktika für Schülerinnen und Schüler“, so Bastian. Etwa die Hälfte der Teilnehmer würde sich danach um einen Ausbildungsplatz im Praktikumsbetrieb bewerben.

Die Chemiebranche beklagt allerdings weiterhin Ausbildungshemmnisse. Am häufigsten würden eine mangelnde Ausbildungsreife, unklare Berufsvorstellungen und eine unsichere wirtschaftliche Perspektive benannt. Bei nicht ausbildungsreifen Jugendlichen seien vor allem Probleme beim mündlichen und schriftlichen Ausdrucksvermögen, bei elementaren Rechenfertigkeiten sowie der Leistungsbereitschaft und Motivation erkennbar.  

Quelle: IHK Halle Dessau

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